1905 Gründung des Pax-Vereins
Gründung des Pax-Vereins als Standesvereinigung der Kleriker. Der Verein vermittelte Versicherungen, schuf Wohlfahrtseinrichtungen und half in Notlagen.

1913 Umzug des Pax-Vereins
Der Pax-Verein zog innerhalb Kölns in neue Büroräume am Kunibertskloster 16. Eröffnung einer eigenen Auskunfts- und Rechtsschutzstelle.

1914-1918 Erster Weltkrieg
Der Erste Weltkrieg lähmte den Pax-Verein in seiner Tätigkeit. Erholungsheime konnten nicht mehr betrieben werden, die „Pax-Korrespondenz“ erschien nicht mehr regelmäßig….

1916 Idee einer Standes-Darlehnskasse
Der Kölner Kaplan Peter Limberg trug dem Episkopat die Idee einer standeseigenen Genossenschaftsbank vor: eine Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, deren Mitgliedschaft nur Pax-Mitglieder erwerben konnten.

1917 Gründung der Pax-Bank
Am 18. Oktober 1917 wurde im Bürgerverein zu Cöln die Pax-Bank gegründet – zeitgleich wurde Konrad Adenauer als Oberbürgermeister in sein Amt eingeführt. Im Dezember trat die Genossenschaftsbank dem Verband rheinischer Genossenschaften e.V. (Köln) bei, der dem von Wilhelm Haas gegründeten Reichsverband angehörte.

1922 Kirchengemeinden erwerben Mitgliedschaft
Erstes korporatives Mitglied war die Pfarrei St. Nikolaus (Köln-Sülz). Bis dahin hatte die Genossenschaft nur Personen als Mitglieder aufgenommen.

1923 Inflation erreicht Höhepunkt
„allerschlimmsten Erwartungen weit übertroffen“ – Pax-Vereinigung konnte ihr Haus Steinfeldergasse nicht mehr bewirtschaften, Gehälter nicht zahlen…

1924 Blick nach vorn
Die Mitgliederzahl nahm zu, Spareinlagen wurden wieder getätigt, Reingewinn und Bilanzsumme stiegen… der Revisor bestätigte der Bank große Sorgfalt.

1929 Sparkonten auch für Haushälterinnen, Schwestern und Familienangehörige
Zugleich weitere Professionalisierung des Bankbetriebs. Der Zusammenbruch der New Yorker Börse löste die Weltwirtschaftskrise aus.

1931 Weltwirtschaftskrise
Die Krise meisterte die Bank gut. Die allgemeinen Gehaltskürzungen wirkten sich allerdings auf das Passivgeschäft der Bank negativ aus.

1933 Machtübertragung – Beginn der NS-Herrschaft
Die Machtübernahme hatte zunächst keine Auswirkungen auf die Bank. 1938 musste von Rechtswegen das Statut geändert und das Führerprinzip eingeführt werden.

1939-1945 Zweiter Weltkrieg
Das Haus Steinfeldergasse wurde schwer zerstört, die Geschäftstätigkeit konnte anderenorts weiter laufen…

1944 Initiator Kaplan Peter Limberg verstorben
Limberg wurde 1857 geboren, war Gefängnisseelsorger, politisch engagiert. Er war der Vorsitzende des PAX-Vereins und bis 1940 Aufsichtsratsvorsitzender der Bank.

1945 Notunterkunft im PAX-Heim in Unkel
Neue Kredite wurden nicht in Anspruch genommen, alte standen aus. Die Bank war liquide aber doch „unrentabel“.

1947 Alles auf Neuanfang
Erste Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat, erste Generalversammlung im Kassenlokal Hansaring 85 in Köln.

1948 Währungsreform
Die Deutsche Mark (DM) wurde als neue Währung eingeführt und stellte das kleine Team vor große logistische Herausforderungen. DM-Eröffnungsbilanz: 296.672,59 DM.

1949/1951 Darlehn für den Wiederaufbau
Zur Finanzierung von Kirchen, Pfarrhäusern und anderen kirchlichen Einrichtungen vergab die Pax-Bank Darlehen an Kirchengemeinden.

1953 Bankgebäude Steinfeldergasse
Das Bankgebäude an der Steinfeldergasse wurde im „bankmäßigen Gepräge“ wieder errichtet. Die Expansion der Geschäftstätigkeit führte zum Ankauf des Nachbargrundstückes…

1957 Neues Bankgebäude Steinfeldergasse 13
Das neue Bankgebäude wurde 1957 bezugsfertig. Neue Maschinen und weitere kaufmännische Angestellte unterstützen den Bankbetrieb. Eine Umfirmierung in Pax-Bank wurde abgelehnt.

1958 Standesbank öffnete sich
Die Bank öffnete sich für Mitglieder, die katholischen „Interessen“ dienten, sowie für Beamte und Angestellte der (Erz-)Bistümer und den Geschäftsführer der Bank.

1958 Erste Filiale in Essen und Aachen
Eine der wichtigsten geschäftspolitischen Entscheidungen dieser Zeit war der Aufbau eines Filialnetzes. Die ersten Filialen werden in Essen und Aachen eröffnet.

1964 Satzungsänderung
Die Zahl der Vorstandsmitglieder wurde satzungsmäßig reduziert und nur noch der Vorsitzende musste Geistlicher sein – damit öffnete sich die Standesbank weiter.

1967 Umfirmierung in Pax-Bank eGmbH
Der Name wurde geändert. Inzwischen erledigte die Bank sämtliche Bankgeschäfte für Klerus und für Laien.

1968 Bilanzsumme erstmals über 50 Mio. DM
Verlegung der Geschäftsräume in die Steinfeldergasse 20-22. Ein Jahr zuvor war die erste EDV-Anlage installiert worden.

1970 Fusion der Zentralkassen
Die Rheinische Landesgenossenschaftskasse (Köln) fusionierte mit der Westfälischen Zentralbank zur WGZ Bank. Die WGZ Bank wurde Zentralbank der Pax-Bank.

1974 Novellierung des Genossenschaftsgesetzes
Mit der Novelle wurde u.a. das Nicht-Mitgliedergeschäft erlaubt, das Vier-Augen-Prinzip eingeführt.

1977 Gemeinsame Garantieeinrichtung
Die Pax-Bank gehört seit 1977 dem Garantiefonds und dem Garantieverbund der Genossenschaftsbanken an, der im Notfall Bürgschaften und Bilanzierungshilfen gewährt.

1978/79 Gelb auf Weiß
Die Farben Gelb und Weiß, in Anlehnung an die Farben der katholischen Kirche, und das verschlungene P und B wurden das neue Corporate Design.

1980/81 Weitere Filialen
Die Bank eröffnete weitere Filialen in Trier und in Mainz.

1985 Automation des Bankbetriebs
Die Technik schritt immer weiter fort: Der Service wurde mit der bankautomatenfähigen EC-Karte erweitert. Bis 1988 waren alle Filialen ans Rechenzentrum angeschlossen.

1989 Der erste eigene Investmentfonds: Liga-Pax-Rent-Union-Fonds
Dieser Rentenfonds war der erste hauseigene Investmentfonds gemeinsam mit der LIGA-Bank – weitere folgten.

1989/1990 Wiedervereinigung
Das Bankgeschäft der frühen 1990er Jahre war eng verknüpft mit den Auswirkungen und den Chancen der deutschen Wiedervereinigung.

1991 Bankgebäude Von-Werth-Straße
Umzug der Zentrale innerhalb Kölns – Erzbischof Kardinal Joachim Meißner segnete am 10. September das neue Gebäude ein.

1992 Jubiläum: 75 Jahre Pax-Bank
Joachim Kardinal Meisner feierte den Festgottesdienst in der Basilika Sankt Gereon (Köln), anschließend fand der Festakt im Kölner Maternushaus statt.

1992 Neue Filialen Berlin und Erfurt
Der Bedarf an kirchlichen Finanzintermediär in den neuen Bundesländern lag im Reformprozess vor allem auf der Begleitung sozial-caritativer Einrichtungen.

1994 Digitalisierung
Mit Hilfe des Schriftlesesystems ZEUS konnten Überweisungsträger in den Filialen digital übersetzt und zur weiteren Bearbeitung online nach Köln übermittelt werden. Die ersten kirchlichen Institutionen erledigen ihren Zahlungs- und Überweisungsverkehr jetzt online.

1998 Fonds mit allen Kirchenbanken
Erstmals wurde der KCD-Union-AS-Fonds aufgelegt. Hierbei stand KCD für „Kirche-Caritas-Diakonie“. Es folgte später der KCD-Union-Nachhaltigkeits-Fonds.

2000 PB Assekuranzvermittlung
Das neue Tochterunternehmen bot Lösungen für alle Versicherungsbelange von Privatkunden und institutionellen Kunden, wie Kirchengemeinden, Krankenhäuser und karitative Institutionen.

2000 PB-Online – Pax-Bank world wide
Neben dem altbewährten Telefonweg sind nun u.a. Zahlungsvorgänge via Internet möglich. Rund um die Aktie: Pax-Bank-Internet-Brokerage wurde eingeführt.

2000/2001 Pax-Bank Investmentsfonds krisenfest
Die Dotcom-Blase hatte keine größeren Auswirkungen auf die Pax-Bank Fonds, obschon auch Pax-Bank Anleger herbe Kursverluste hinnehmen mussten.

2001 9/11
Die Anschläge auf das Pentagon in Washington und die Twin Towers in New York am 11. September verschärften die Lage auf den Finanzmärkten zusätzlich.

2001 Repräsentanz Rom
In der Via Aurelia 58, nahe dem Petersdom, wurde die erste Repräsentanz im Ausland eröffnet. Die feierliche Einweihung fand im Juni statt. Wichtiger Geschäftszweig: Assetmanagement

2001 Start der Datenbank EUBase
Bequem und gut strukturiert erhalten institutionelle Kunden der Pax-Bank Zugang zu allen europäischen Förderprogrammen.

2002 Einführung des Euro
Der Euro wurde als Bargeld eingeführt. Zum „E-Day“ wurden alle Geldausgabeautomaten auf Euro-Scheine umgerüstet.

2002 Ethik-Beirat
Der Ethik-Beirat als neues Gremium begann mit seiner Arbeit.

2003 Ethik-Kodex
Der Ethik-Beirat entwickelte in Zusammenarbeit mit der Pax-Bank den Ethik-Kodex. Diese freiwillige Selbstverpflichtung formuliert Ziele, Werte, Haltungen und Regeln, an die sich die Bank und ihre Mitarbeiter gebunden wissen.

2002 Einführung der Stiftungsgründungsberatung
Die Vermögensberatung berät Stiftungen in Fragen rund um das Thema Stifterdarlehen. Unterstützung beim Fundraising gehört auch zu den Aufgaben der Pax-Bank.

2003 Erstes „Cusanus Collegium“
Die erste Veranstaltung fand auf Burg Namedy (Koblenz) statt. Das Thema lautete „Zwischen Wahrheit und Mehrheit – was hat Kirche in der Politik (noch) zu sagen?“

2005 Geschäftsstelle im Eichsfeld
Schon seit 1994 bot die Pax-Bank in Heilbad Heiligenstadt ein Mal pro Woche eine Sprechstunde an. Nun wurde hier eine neue Geschäftsstelle errichtet, die von der Filiale Erfurt geführt wird . Zudem wurde eine Filiale für Auslandskunden geschaffen.

2005 Weltjugendtag in Köln
Der Weltjugendtag wurde zu einem unvergesslichen Großereignis. Zum Abschluss feierte Papst Benedikt XVI. mit allen Teilnehmern die heilige Messe auf dem Marienfeld.

2005 Pax-Bank-Preis
Die Pax-Bank zeichnete erstmals Projekte zum interkulturellen Dialog zwischen Christentum und Islam aus – erster Preisträger war die Georges-Anawati-Stiftung.

2006 Pionierarbeit Mikrofinanzierung
Die Pax-Bank startet ihr Engagement und bietet die ersten Mikrofinanz-Zertifikate an.

2007 Nobelpreisträger besucht die Pax-Bank
Muhammad Yunus, der Gründer der Grameen-Bank, diskutierte mit Kunden und Gästen über Entwicklungspolitik und Mikrokredite.

2007 PBA Uerlichs+Finger
Fusion der PB Assekuranzvermittlung GmbH und die Uerlichs+Finger GmbH zur PBA Uerlichs+Finger Versicherungsvermittlungs-GmbH.

2008 Insolvenz Lehman Brothers
Die Insolvenz des Bankhauses löste weltweit die Finanzkrise aus.

2011 Staatsschuldenkrise
Die USA lockerten ihre Verschuldungsobergrenze, die europäische Staatsschuldenkrise war weiterhin ungelöst. Die Pax-Bank-Fonds wiesen dennoch gute Ergebnisse aus.

2011 Erster Mikrofinanz-Publikumsfonds
Der erste in Deutschland zugelassene Mikrofinanz-Publikumsfonds wurde von der Pax-Bank aufgelegt und fand „starke Beachtung“ in der Finanzpresse.

2012 Pax-Bank-Kalender feierte Jubiläum
Die besten Motive der vergangenen 30 Jahre wurden in einem Kalender zusammengetragen: Kirchenbauten, Gemälde, Wand- und Glasmalerei.

2013 Bankgebäude Christophstraße
„moderner, offener, heller“ – Die Kölner Zentrale, jetzt unter neuer Adresse, bekam einen neuen Anbau mit erweitertem Selbstbedienungsbereich und Lichthof. Büros und Konferenzräume wurden ausgebaut und modern gestaltet. Auch neu: Die Website der Pax-Bank erscheint im neuen Glanz.

2013 Warburg-Pax-Substanz-Fonds
In Kooperation mit M.M.Warburg & CO KGaA in Hamburg wurde der neue Fonds aufgelegt, dessen Investmentprozess auf festgelegten Nachhaltigkeitskriterien und dem Ethik-Kodex basiert.

2015 wo2oder3.de
Start der ersten eigenen Crowdfunding-Plattform,  basiert auf Software des genossenschaftlichen Verbundes. Im Startjahr konnten 17.000 Euro gesammelt werden.

2015  Mehr als nur ein Geschäftsbericht
Der neu gestaltete Geschäftsbericht stellt in den Mittelpunkt, „wer wir sind, was uns bewegt und woran wir glauben“ und wird zentrales Kommunikationsmedium.

2016  Pax-Bank bündelt Kompetenzprofile
Filialübergreifende Spezialistenteams unterstützen die Beratung in den Filialen. Neben dem Assetmanagement werden das Finanzierungsmanagement und Zahlungsverkehrsmanagment professionalisiert.

2017  Pax-Bank Preis
Am 28. September wurde Bundespräsident a.D. Dr. Christian Wulff in Berlin mit dem Pax-Bank-Preis 2017 – für besondere Verdienste im interkulturellen und interreligiösen Dialog zwischen Christen und Muslimen – ausgezeichnet.

2017  Tradition und Innovation – 100 Jahre Pax-Bank
Die Pax-Bank feierte am 18. Oktober 2017 ihr 100. Firmenjubiläum.  Dieses beinhaltete eine öffentliche Podiumsdiskussion, sowie einen Festakt in dem Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert die Festrede hielt.